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Regelungen für Kitas und Schulen...

...nach den Osterferien (Auszug)

 

Auch nach den Osterferien werden die gültigen Regelungen für Öffnungs- und

Schließungsszenarien von Kitas und Schulen fortgeschrieben. Neu hinzu kommt

die Testpflicht im Schulbereich mittels Laien-Selbsttests zu Hause.  Zudem

werden die Testmöglichkeiten für das Personal im Bereich der frühkindlichen

Bildung von einem Test auf zwei Selbsttests erweitert werden. 

 

  Öffnungs- und Schließungsszenarien nach Inzidenzlage:

 

Wie bisher gelten folgende Regelungen:

 

*     Liegt der Inzidenzwert vor Ort (Landkreis/kreisfreie Stadt/Region

Hannover) mindestens drei Tage durchgängig unter 100 Neuinfektionen im

Sieben-Tages-Verlauf und ist die Unterschreitung nach Einschätzung der

örtlichen Behörden von Dauer, sollen alle Schulen Wechselunterricht nach

Szenario B anbieten, die Kindertageseinrichtungen werden im eingeschränkten

Regelbetrieb („Kita-Szenario B") betrieben.

*     Liegt der Inzidenzwert vor Ort (Landkreis/kreisfreie Stadt/Region

Hannover) mindestens drei Tage durchgängig über 100 Neuinfektionen im

Sieben-Tages-Verlauf und ist diese Überschreitung nach Einschätzung der

örtlichen Behörden von Dauer, können diese Öffnungen nicht stattfinden bzw.

müssen zurückgenommen werden. Dann können ausschließlich der Primar-

bereich, die Förderschulen Geistige Entwicklung sowie die Abschlussklassen

im Wechselunterricht („Szenario B") bleiben. Die Kitas können dann eine

Notbetreuung im Umfang von bis zu rd. 50 Prozent der Normalauslastung

anbieten.

*     Diese Änderungen in den Bereichen Schule und Kita werden von den

zuständigen Behörden vor Ort in Form einer Allgemeinverfügung kommuniziert

und umgesetzt. Es bleibt bei entsprechend schlechter Inzidenzlage den

Kommunen vorbehalten, schärfere Maßnahmen als die in der Verordnung

festgelegten auszusprechen. Kita- und Schulschließungen sollen hierbei aber

erst als letzte Instrumente eingesetzt werden, zuvor sind andere Schritte

einzuleiten, um das Infektionsgeschehen einzudämmen.

 

Eigener Einschub - Corona-Update Landkreis Uelzen (zum Anklicken).

Aktuelle Daten zu COVID-19 fürs Land Niedersachsen (zum Anklicken).

 

 Verpflichtende Testungen zu Hause (Schulbereich):

 

*     Schülerinnen und Schüler, Lehrkräfte, pädagogische Mitarbeiterinnen

und Mitarbeiter, sowie weitere Schulbeschäftigte, die regelmäßig zu

Unterrichtszeiten in der Schule anwesend sind, wie Verwaltungs- und

Haustechnikpersonal, müssen sich zweimal pro Präsenzwoche selbst zu Hause

auf das Coronavirus SARS-CoV-2 testen. Die Testungen sollten über die Woche

verteilt stattfinden, z.B. montags und mittwochs oder dienstags und

donnerstags. Die Schulen legen eigenverantwortlich die jeweiligen Testtage

fest, es können auch unterschiedliche Testtage innerhalb einer Schule

angesetzt werden. Die Testpflicht gilt auch für Prüflinge.

 

*     Nur bei einem negativen Testergebnis ist die Teilnahme am

Präsenzbetrieb und an Abschluss- und Abiturprüfungen möglich. Die Eltern

beziehungsweise Erziehungsberechtigten sowie die volljährigen Schülerinnen

und Schüler haben die Negativtestung gegenüber der Schule zu bestätigen,

das negative Testergebnis muss im Zweifel vorgelegt werden. Im Ausnahmefall

kann der Test in der Schule nachgeholt werden. Für diese Nachholtests

schaffen die Schulen den organisatorischen Rahmen. Die Schülerinnen und

Schüler, die keine Selbsttestung vornehmen bzw. kein negatives Ergebnis

vorweisen können, müssen die Lernzeit im Distanzlernen verbringen und

werden mit Lernaufgaben versorgt.

*     Bei einem positiven Testergebnis bleiben die Betroffenen zu Hause,

informieren die Schule und nehmen Kontakt zu einem Arzt auf, um einen

PCR-Test zu veranlassen. Die Schule informiert das Gesundheitsamt. Bei einem

Positivtest in der Schule muss die Schülerin oder der Schüler unverzüglich

nach Hause fahren oder abgeholt werden. Auch dann muss ein PCR-Test

durchgeführt werden.   

*     Den Schülerinnen und Schülern werden von der Schule wöchentlich für

die Folgewoche jeweils zwei kostenlose Testkits für die Selbsttestung zu

Hause ausgehändigt. Am kommenden Montag, dem 12.04.2021, können die

Schulen einen reinen „Abholtag" durchführen.

Zudem ist möglich, dass der erste Test in der Schule gemacht und der zweite

dann mit nach Hause genommen wird.

*     Pro Schulwoche werden bis zu 3,2 Millionen Testkits an die Schulen

in unterschiedlichen Margen ausgeliefert. Der Zustellungsvorgang für die

erste Schulwoche nach den Osterferien (15. Kalenderwoche:

12.04.2021-16.04.2021) läuft derzeit im Hinblick auf die erste Testung, im

Verlaufe der KW 15 erwarten die Schulen weitere Lieferungen für die zweite

Testung und die Folgewochen. Grundlage für die Menge der Testkits pro

Schule ist deren Größe (Anzahl der Schülerinnen und Schüler und des

Personals).

 

Inzidenzunabhängige Regelungen:

 

Präsenzpflicht aufgehoben:

 

In der Präsenzphase im Szenario B ist die Präsenzpflicht im Unterricht

aufgehoben. Die Befreiung von der Präsenzpflicht ist an keine

Voraussetzungen geknüpft und kann durch einfaches Schreiben auch per

E-Mail durch die Erziehungsberechtigten oder bei Volljährigkeit durch die

Schülerin oderden Schüler selbst erfolgen. Während der Befreiung von der

Präsenzpflicht nehmen die Schülerinnen und Schüler am Distanzlernen bzw. am

Distanzunterricht teil. Die Inanspruchnahme der Notbetreuung kommt in diesem

Fall nicht mehr in Betracht.

 

Maskenpflicht im Szenario B:

 

*     Im Unterricht ist auch im Szenario B am Sitzplatz grundsätzlich in

allen Jahrgängen der Sekundarbereiche I und II eine Mund-Nasen-Bedeckung

zu tragen. Lediglich im Primarbereich kann die Mund-Nasen-Bedeckung am

Sitzplatz abgenommen werden. Ausnahmen gelten im Sportunterricht - für

dessen Durchführung zusätzliche Sicherheitsmaßnahmen nach dem Sport-

kapitel im Rahmenhygieneplan gelten - sowie kurzzeitig im Sprachunterricht

oder im Unterricht für Schülerinnen und Schüler mit Bedarf an sonder-

pädagogischer Unterstützung.

 

Weitere Sicherheitsmaßnahmen im Szenario B:

 

*     „Geteilte Klassen" in festen Gruppen mit nicht mehr als 16 Personen

im Unterrichtsraum

*     Mindestabstand von 1,5 Metern

*     Regelmäßiges Stoß- oder Querlüften nach dem Prinzip 20-5-20 

*     Handhygiene, Husten- und Niesregeln

*     Klarer Umgang mit Symptomen: Personen, die Fieber haben oder

eindeutig krank sind, dürfen unabhängig von der Ursache die Schule nicht

besuchen oder dort tätig sein.

*     Maßnahmen für vulnerable Schülerinnen und Schüler sowie Personal

gelten weiterhin.

 

Notbetreuung in der Schule:

 

*     Notbetreuung wird angeboten für die Schülerinnen und Schüler der

Schuljahrgänge 1-6 in der Regel zwischen 08:00 Uhr und 13:00 Uhr. An

Ganztagsschulen kann das Notbetreuungsangebot zeitlich erweitert werden. Für

die Notbetreuung an Schulen gelten die Vorgaben des Szenarios B. Das heißt,

die Gruppen dürfen die maximale Größe von 16 Personen (wie im Szenario B

auch für die Lerngruppen gültig) nicht überschreiten und das Einhalten der

Abstandsregeln (mindestens 1,5 Meter) sowie der Hygieneregeln muss

gewährleistet sein.

  

Kultusminister Tonne kommentiert die niedersächsischen Regelungen wie folgt:

 

„Ich bedanke mich bei allen Kolleginnen und Kollegen in unserem gemeinsamen

Geschäftsbereich für die intensive Arbeit auch in der Osterzeit. Uns allen

liegt am Herzen, Bildung und Betreuung immer entsprechend der Pandemielage

sicher zu halten, damit die Kinder und Jugendlichen zur Kita, in die

Kindertagespflege oder in die Schule gehen können, und zugleich das

Infektionsrisiko gering zu halten. Mein Dank gilt auch dem Gesundheits-

sowie dem Innen- und dem Finanzministerium, mit denen wir eng und

vertrauensvoll zusammenarbeiten, um unserem Anspruch, den Kindern und

Familien auch in der Pandemie Angebote machen zu können, gerecht zu

werden.

 

Dabei sind wir mit den Testungen wieder einen erheblichen Schritt

weitergekommen. Das ist eine sehr zielführende Ergänzung unserer

Sicherheitsmaßnahmen. Die bisher wirksamen Konzepte werden dadurch nicht

entfallen. Die Tests kommen noch hinzu, ohne etwas zu ersetzen. Es gibt

damit ein Mehr an Sicherheit.

 

Hier wird mit Hochdruck daran gearbeitet, dass ausreichend Testkits bestellt

werden, ankommende Testkits umgehend an die Schulen verteilt werden und

auch schnellstmöglich zugestellt werden. Entsprechende Umschlagskapazitäten

wurden und werden ausgebaut. Ich gehe davon aus, dass sich dieses neue

Verfahren in den nächsten Wochen einspielen wird, bitte aber auch um

Verständnis, dass die Bestellung, Lieferung und Versendung von über 2 Mio.

Testkits wöchentlich für alle Beteiligten eine große Herausforderung

darstellt. Genauso wie bei der Lieferung von Masken und Impfstoffen sind wir

auch bei den Testkits auf regelmäßige und ausreichende Lieferung der

bestellten Mengen angewiesen.

 

Die Kombination aus inzidenzbasierten Öffnungen, Testen und hohen

Hygienestandards erscheint in der aktuellen Lage sehr angemessen. Daher ist

Stand heute kein weiterer Änderungsbedarf erkennbar. Ich werbe dafür, diesen

Weg vorerst weiter zu beschreiten und damit auf Verlässlichkeit zu setzen. 

 

Der Unwägbarkeiten des Infektionsgeschehens bin ich mir dabei sehr bewusst.

Wenn zusätzliche gesamtgesellschaftliche Maßnahmen als notwendig erachtet

werden, um das Infektionsgeschehen insgesamt weiter einzudämmen, sollte

allerdings nicht zuerst an mehr Einschränkungen bei Kitas und Schulen

gedacht werden. Die Kinder und Jugendlichen leisten bereits während der

gesamten Pandemie, zuletzt seit der Vorweihnachtszeit, einen erheblichen

Beitrag zur Kontaktreduzierung. Deren „Homeoffice-Quote" dürfte weitaus

höher als diejenige der Erwachsenen sein. Daher müssen nunmehr auch

andere Bereiche in den Fokus rücken."

 

Herausgeber: Nds. Kultusministerium

Diese Information im Portal des Landes Niedersachsen:

Presseinformation (zum Anklicken)

 

Stand: 09.04.2021